Satzung

Satzung
Selbsthilfe & Beratungsstelle für Borderliner und Angehörige

PRÄAMBEL

Die Selbsthilfe & Beratungsstelle für Borderliner und Angehörige engagiert sich für Betroffene von der Borderline-Persönlichkeitsstörung, deren Angehörige und psychisch erkrankte Menschen.
Die Organisation begleitet die Betroffenen und unterstützt deren Angehörige auf ihren Wegen, die oft mit Hilflosigkeit zu kämpfen haben. Auf diese Weise setzt sie sich für Rechte von Menschen mit Behinderungen ein und möchte die Gesellschaft für psychische Erkrankungen sensibilisieren.

Ausdrücklich gewürdigt werden soll die Tätigkeit von Jörg Dünnwald, der sich mit großem Engagement für den Aufbau des Projekts „Selbsthilfe & Beratungsstelle für Borderliner und Angehörige“ eingesetzt hat. Sein Einsatz war für die Gründung des Vereins von entscheidender Bedeutung und wird nie vergessen werden.

1. NAME UND SITZ

1.Der Verein führt den Namen „Selbsthilfe & Beratungsstelle für Borderliner und Angehörige“.
2.Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und trägt dann den Zusatz „e.V.“.
3.Der Sitz des Vereins ist Düsseldorf.

2. GESCHÄFTSJAHR

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

3. AUFGABE UND ZWECK

1.Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

2.Zweck des Vereins ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege. Der Verein bietet eine Anlauf- und Beratungsstelle für Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und deren Angehörige sowie für (betreuendes) Fachpersonal aus dem Sozial- und Gesundheitssektor. Er vertritt die Interessen von Betroffenen gegenüber Behörden und anderen Institutionen und legt Wert auf eine Zusammenarbeit mit öffentlichen und freien Trägern und Organisationen mit ähnlicher Zielsetzung. Der Verein setzt sich für öffentliche Aufklärung und Sensibilisierung im Bereich der Borderline-Erkrankung ein.

3.Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch

– die Beratung von Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonal per Telefon, E-Mail, Chat und im persönlichen Gespräch;

– die Unterstützung von Betroffenen nach Klinikaufenthalten und bei der Therapiesuche, insbesondere durch den Aufbau eines individuellen Helferteams;

– die Alltagsbegleitung von Betroffenen und regelmäßige Gespräche mit ihnen;

– die Veranstaltung von Schulungen zur Aufklärung über Borderline-Erkrankungen für Fachpersonal und (Berufs-)Schulen;

– die Veranstaltung von öffentlichen Vorträgen und Öffentlichkeitsarbeit zur Aufklärung über Borderline-Erkrankungen;

– die Organisation von örtlichen und virtuellen Selbsthilfegruppen;

– die Begleitung von Betroffenen zu Behördengängen;

– die Vertretung der Interessen von Betroffenen in Arbeitskreisen, Gremien und politischen Beiräten zu dem Thema Borderline-Erkrankungen sowie

– die Annahme von Klienten öffentlicher und privater Träger im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens und die Unterstützung eben dieser bei der Verwirklichung ihrer Aufgaben im Umgang mit Betroffenen.

4. GEMEINNÜTZIGKEIT

1.Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

2.Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

3.Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

5. MITGLIEDER

1.Mitglied werden können natürliche Personen ab Erreichen des 18. Lebensjahres und juristische Personen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand durch schriftliche Erklärung.

2.Die Mitgliedschaft ist schriftlich zu beantragen.

3.Alle Mitglieder sollen sich für die in dieser Satzung festgelegten Ziele nach Kräften einsetzen und dazu beitragen, dass der enge Zusammenhalt des Vereins gewahrt bleibt und gefördert wird.

4.Die Mitgliedschaft endet durch

Austritt;
Ausschluss durch den Vorstand;
Tod bzw. Verlust der Rechtsfähigkeit.

5.Der Austritt ist schriftlich gegenüber dem Vorstand zu erklären.

6.Ein Mitglied kann mit sofortiger Wirkung vom Vorstand aus dem Verein ausgeschlossen werden

bei vereinsschädigendem Verhalten;
aus sonstigen wichtigen Gründen;
wenn das Mitglied mit der Zahlung von mehr als einem Jahresbeitrag trotz Mahnung im Rückstand ist.

Der zu begründende Beschluss über den Ausschluss ist per Einschreiben zuzustellen. Gegen den Beschluss steht dem Mitglied das Recht des Widerspruchs zu. Der Widerspruch ist schriftlich innerhalb eines Monats ab Zugang des Ausschließungsbeschlusses an den Vorstand zu richten.

Der Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung. Hilft der Vorstand dem Widerspruch nicht ab, hat er ihn der nächsten Mitgliederversammlung zur Entscheidung vorzulegen.

6. BEITRÄGE

Vereinsmitglieder sind dazu verpflichtet, für ihre Mitgliedschaft Beiträge zu entrichten. Höhe und Fälligkeit der Vereinsbeiträge werden von der Mitgliederversammlung bestimmt.

7. ORGANE DES VEREINS

Organe des Vereins sind

1.der Vorstand und
2.die Mitgliederversammlung.

8. MITGLIEDERVERSAMMLUNG

1.Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören insbesondere:

Wahl und Abberufung des Vorstands;
Ernennung von Ehrenmitgliedern (, die dieselben Rechte wie die übrigen Mitglieder haben);
Beschlussfassung über den Jahresabschluss;
Entgegennahme des Geschäftsberichts des Vorstands;
Entlastung des Vorstands;
Festsetzung des Mitgliederbeitrages;
Entscheidung über Widersprüche bei Ausschlüssen;
Änderung der Satzung und der Vereinszwecke;
Entscheidung über die Auflösung des Vereins.

2.Ordentliche Mitgliederversammlungen sollen vom Vorstand mindestens einmal im Jahr einberufen werden. Die Einberufung erfolgt durch schriftliche Einladung unter Angabe der Tagesordnung und einer Frist von mindestens vier Wochen.

3.Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.

4.Die Leitung der Mitgliederversammlung obliegt dem/der Vorsitzenden des Vorstands. Bei Verhinderung des/der Vorsitzenden und soweit der Vorstand eine/n stellvertretende/n Vorsitzende/n gewählt hat, obliegt die Leitung der Mitgliederversammlung dem/der stellvertretenden Vorsitzenden. Der/Die Vorsitzende oder bei seiner/ihrer Verhinderung der/die stellvertretende Vorsitzende können der Mitgliederversammlung eine/n andere/n Versammlungsleiter/in vorschlagen.

5.Für Abstimmungen und Beschlüsse der Mitgliederversammlung gilt Folgendes:

Der/Die Versammlungsleiter/in schlägt die Art der Abstimmung vor. Die Mitgliederversammlung kann eine andere Art der Abstimmung beschließen.

Jedes Mitglied hat eine Stimme.

Beschlüsse der Mitgliederversammlung bedürfen der einfachen Mehrheit. Satzungsänderungen bedürfen einer 2/3-Mehrheit. Die Auflösung des Vereins kann nur mit einer 3/4-Mehrheit beschlossen werden.
Für die Beschlussfassung gilt die Zahl der abgegebenen Stimmen; Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegeben.
Bei der Wahl des Vorstands sind die Kandidaten gewählt, die die meisten Stimmen auf sich vereinen.
Der Verlauf der Mitgliederversammlung und die Beschlüsse werden in einem Protokoll niedergelegt, das vom/von der Versammlungsleiter/in und dem/der Protokollführer/in zu unterzeichnen ist.

9. VORSTAND, VERTRETUNG UND GESCHÄFTSFÜHRUNG

1.Der Vorstand besteht aus:
dem/der Vorsitzenden (Geschäftsführung);
dem/der stellvertretenden Vorsitzenden (Geschäftsführung);
dem Kassenwart.

2.Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende sind hauptamtlich tätig und erhalten für ihre Tätigkeit eine angemessene Vergütung, deren Höhe die Mitgliederversammlung bestimmt. Die Mitgliederversammlung schließt mit den einzelnen Vorstandsmitgliedern Dienstverträge ab. Endet die Organstellung eines Vorstandsmitglieds, endet auch der entsprechende Dienstvertrag. Die Abberufung gilt als Kündigung des Dienstvertrages zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

3.Die Amtszeit ist unbefristet und endet, wenn ein Vorstandsmitglied von der Mitgliederversammlung abberufen wird oder zurücktritt. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Abberufung oder Rücktritt im Amt, bis Nachfolger gewählt worden sind, es sei denn die Mitgliederversammlung beschließt die Abberufung mit sofortiger Wirkung. Das betroffene Vorstandsmitglied kann der Mitgliederversammlung durch schriftliche Mitteilung oder zu Protokoll nach Ablauf von zwei Monaten eine Frist von einem Monat setzen, um einen Nachfolger zu wählen. Das Vorstandsmitglied scheidet spätestens bei Fristablauf aus dem Vorstand aus.

4.Menschen mit seelischer Behinderung und deren Angehörige sollen in angemessenem Umfang vertreten sein.

5.Die Wahl des Vorstands erfolgt in der Weise, dass zunächst der/die Vorsitzende und anschließend die übrigen Mitglieder des Vorstands gewählt werden, wobei dem/der bereits gewählten Vorsitzenden ein erstes Vorschlagsrecht zusteht.

6.Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch die Vorstandsmitglieder vertreten. Die Vorstandsmitglieder sind einzelvertretungsberechtigt.

7.Der Vorstand ist ermächtigt, zur Durchführung aller Aufgaben des Vereins und seiner Einrichtungen im Rahmen der ihm zur Verfügung stehenden Mittel Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen einzustellen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, zur Führung der Geschäfte und der laufenden Verwaltung des Vereins eine/n oder mehrere leitende Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen einzustellen. Über die angemessene Höhe der Vergütung entscheidet der Vorstand.

8.Der Vorstand leitet unter Beachtung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung die Vereinsarbeit im Sinne der in dieser Satzung festgelegten Zielsetzung und führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Er ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit die Satzung keine andere Regelung vorsieht. Der Vorstand haftet nicht für einfache Fahrlässigkeit.

9.Der Vorstand kann für bestimmte Aufgaben Arbeitsausschüsse einsetzen und ihre Zusammensetzung und Befugnisse regeln.

10.Beschlüsse fasst der Vorstand grundsätzlich in Sitzungen, die von der/dem Vorsitzenden geleitet werden. Ist der/die Vorsitzende verhindert, wählt der Vorstand aus seiner Mitte einen Sitzungsleiter. Die Einladung zu einer Sitzung erfolgt durch den Vorsitzenden/die Vorsitzende, bei dessen/deren Verhinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden/die stellvertretende Vorsitzende, mündlich, fernmündlich oder in Textform (z. B. Brief, Telefax, E-Mail).

11.Eine Tagesordnung braucht nicht vorab angekündigt zu werden. Die Einberufungsfrist für eine Sitzung beträgt zwei (2) Tage. Die Frist beginnt mit dem auf die Mitteilung bzw. Absendung folgenden Tag.

12.Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder zur Sitzung ordnungsgemäß eingeladen sind und mindestens die Hälfte der Mitglieder, darunter der/die Vorsitzende oder der/die stellvertretende Vorsitzende anwesend sind. Ist der Vorstand in einer ordnungsgemäß einberufenen Sitzung nicht beschlussfähig, so können Beschlüsse in einem schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden.

13.Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit sich nicht aus dem Gesetz oder dieser Satzung etwas anderes ergibt. Stimmenthaltungen werden nicht als Stimmabgabe gewertet. Bei Stimmgleichheit hat der/die Vorsitzende zwei Stimmen.

14.In eiligen oder einfachen Angelegenheiten können nach dem Ermessen des/der Vorsitzenden oder, im Verhinderungsfall, des/der stellvertretenden Vorsitzenden Beschlüsse auch durch Einholung schriftlicher oder telefonischer Erklärungen sowie auf anderen telekommunikativen Wegen gefasst werden, wenn kein Mitglied des Vorstands dieser Art der Beschlussfassung unverzüglich widerspricht.

15.Über die Sitzungen des Vorstands ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom/von der Vorsitzenden der Sitzung und dem/der Protokollführer/in zu unterzeichnen und zu den Akten des Vereins zu nehmen ist. Jedem Vorstandsmitglied ist die Niederschrift spätestens mit der Einladung zur nächsten ordentlichen Sitzung zu übersenden. Die Niederschrift ist in der nächsten ordentlichen Sitzung zur Genehmigung vorzulegen.

10. GESCHÄFTSSTELLE, KASSENPRÜFER

1.Zur Durchführung seiner Aufgaben, insbesondere seines Beratungsdiensts, kann der Verein eine Geschäftsstelle einrichten.

2.Zur Prüfung der Rechnungs- und Kassenführung wählt die Mitgliederversammlung für die Amtsdauer von einem Jahr einen Kassenprüfer/eine Kassenprüferin, der/die die Abschlussprüfung gemäß den Vorgaben der §§ 316 ff. HGB vornimmt. Die Wiederwahl ist zulässig. Der Kassenprüfer/die Kassenprüferin hat die Rechnungen, Bücher und Kasse jährlich einmal zu prüfen. Er/Sie stellt in der Mitgliederversammlung den Antrag auf Entlastung oder Nichtentlastung des Vorstands.

11. AUFLÖSUNG DES VEREINS

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Förderverein Kinder- und Jugendhospiz Düsseldorf e.V., Torfbruchstraße 25, 40625 Düsseldorf, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

12. BESCHLUSS

Die Satzung der Selbsthilfe & Beratungsstelle wurde durch die Gründungsversammlung am [  ] beschlossen und tritt mit Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

KK, MW, JD, EF, EB, HS, JK, LG, MR