Was ist Borderline?

Die Gesichter einer Borderline Persönlichkeit


Die Borderline-Störung ist eine Persönlichkeitsstörung , kurz BPS, und zählt zur Kategorie der psychischen Erkrankungen, die als nicht heilbar gilt.

Betroffene weisen unterschiedliche, jedoch im Kern gleich gebliebene, Symptome, bzw. Probleme auf. So ist es „üblich“, dass die meisten Borderliner traumatisiert sind oder dieses Schicksal erlitten haben, die Meisten über ein chronisches Leeregefühl beklagen und die emotionale Instabilität täglich gegeben ist. Ebenfalls wird Borderline durch die Impulsivität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmungen und dem Selbstbild gekennzeichnet.

Man kann sagen, dass Borderline-Patienten ein gestörtes Verhältnis zu sich selbst haben. Weitere Begleiterkrankungen sind Depressionen, Dissoziationen (durch eine Traumatisierung) und ganz häufig selbstverletztendes oder selbstschädigendes Verhalten. Borderline bedeutet nichts anderes als Grenzline- und diese Linie überschreiten viele Betroffene tagtäglich, im Kampf um ein „besseres“ Leben, im Kampf mit sich selbst und im Kampf mit der Gesellschaft, die leider immernoch viel zu wenig Verständnis und Akzeptanz betroffenen Menschen und allgemein psychisch erkrankten entgegenbringt.

 

Laut der DSM-IV und ICD-10 Klassifizierung, wird die Borderline Persönlichkeitsstörung so definiert:

Starkes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.

→ Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.

→ Identitätsstöung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.

→ Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen (z.B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, zu viel oder zu wenig essen). Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.

→ Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.

→ Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z.B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).

→ Chronische Gefühle von Leere.

→ Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z.B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).

→ Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.

 

Von diesen 9 Kriterien „müssen“ 5 erfüllt sein, um Borderline diagnostiziert zu bekommen.